SP Zürich 6

Kultur-MV vom Samstag 10. Dezember 2016

Welche Auswirkungen hatte die russische Revolution auf die Welt? und die Schweiz?
Die russischen Revolutionen im Februar und Oktober 1917 waren Umwälzungen von welthistorischer Bedeutung: Kurzfristig veränderten sie die strategische Situation im Ersten Weltkrieg enorm, mittelfristig führten sie zu einer verhängnisvollen Spaltung der internationalen ArbeiterInnenbewegung, und langfristig trugen sie erheblich zu einer globalpolitischen Polarisierung bei, die das 20. Jahrhundert zum „Zeitalter der Extreme“ (Eric Hobsbawm) machten.
Auch die Schweiz wurde von diesen Vorgängen berührt: Lenin und verschiedene andere russische Revolutionäre hatten vor 1917 im Schweizer Exil gelebt. Nach 1918 führte die russische Revolution nicht nur zur Abspaltung des linken Flügels der SP und der Bildung der Kommunistischen Partei der Schweiz, sondern auch zu parteipolitischen Kämpfen in den Gewerkschaften und Arbeiterorganisationen. Zugleich kam es zur Rückkehr Tausender RusslandschweizerInnen in die alte Heimat und der Auswanderung von über hundert Schweizer KommunistInnen ins gelobte Land. Nicht zuletzt begünstigte die Revolution aber auch die Herausbildung eines militanten Antikommunismus, der die politische Kultur der Schweiz bis in die 1980er Jahre entscheidend prägen und zu einer allgemeinen Waffe gegen links werden sollte.
Dies zeigte sich erstmals beim Landesstreik im November 1918, in dessen Nachgang vielerorts (bewaffnete) Bürgerwehren entstanden und der jahrzehntelang Gegenstand rechter Verschwörungstheorien sein sollte. Es folgte die Herausbildung verschiedener rechtsbürgerlicher und dann auch faschistischer Organisationen und Parteien in der Zwischenkriegszeit und ein scharfer Antikommunismus im Kalten Krieg, der in einem umfangreichen Bespitzelungsapparat (Stichwort Fichenskandal) eskalierte.
im Februar 2017 jährt sich der Ausbruch der russischen Revolution zum hundertsten Mal und wird im nächsten Jahr auch in der Schweiz Gegenstand verschiedener Ausstellungen und Veranstaltungen sein.

Programm:

Treffpunkt Neumitglieder-Apero: 14.00 Uhr im schweizerischen Sozialarchiv, Stadelhoferstr. 12, 8001 Zürich
Einführung und Referat von Christian Koller, Direktor Schweizerisches Sozialarchiv

Treffpunkt Kultur-MV: 15.00 Uhr im schweizerischen Sozialarchiv, Stadelhoferstr. 12, 8001 Zürich
15.30 Uhr: Präsentation von Archivalien und Visionierung des antikommunistischen Propagandafilms „Die rote Pest“ (1938) mit anschliessender Diskussion

17.00 Uhr: Transfer zum GZ Buchegg

 

17.30 Uhr: Apéro mit anschliessendem Nachtessen im
GZ Buchegg, Bucheggstr. 93, 8057 Zürich
Wir freuen uns, Euch zu dieser Veranstaltung und dem anschliessenden Abendessen einladen zu können und hoffen auf eine rege Teilnahme!
Wie immer sind Kinder zur Veranstaltung im Sozialarchiv und dem Abendessen ebenfalls herzlich willkommen. Das Programm zur russischen Revolution bietet allerdings keine angemessene Unterhaltung für Kinder.

Anmeldetalon (bitte bis am Samstag 5. Dezember antworten):
Teilnahme an der Veranstaltung im Sozialarchiv
für ___ Erwachsene und ___ Kinder

Anmeldung zum Nachtessen für ___ Erwachsene und ___ Kinder?
Mit folgenden Menuwünschen (Fleisch oder Vegi): ___________________?

Anmeldung per E-Mail, Post oder Telefon an das Co-Präsidium der SP6 (auch bei Fragen):

Nicola Behrens Tel: 079 949 78 96
Christine Brunner Tel: 078 698 74 41

praesidium [at] sp6 [dot] ch (E-Mail an das Präsidium der SP6)

 


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