SP Zürich 6

MV der SP6 zum Thema Medienpolitik

Datum: 27.03.2017 - 20:00
Ort: im Alterszentrum Stampfenbach, Lindenbachstrasse 1, 8006 Zürich
Kategorie:

Die aktuellen Initiativen zur Schwächung oder Zerschlagung der SRG diskutieren

mit Manuel Puppis, Medienwissenschaftler an der Universität Freiburg und
Pascal Zwicky, Projektleiter und Medienexperte der SP Schweiz

Leitung: Werner A. Meier, Mitglied SP6

 

Seit längerem machen die tagesaktuellen Medien Schlagzeilen in
eigener Sache. Die klassische Tagespresse verliert LeserInnen und
Werbeeinnahmen und damit ihr bis anhin erfolgreiches Geschäftsmodell.
Gerade junge Erwachsene informieren sich stark
über soziale Medien, Nachrichtenportale und Pendlerpresse. Nur noch ein
Drittel aller Haushalte hat eine Tageszeitung abonniert. Die
Finanzierung von Qualitätsjournalismus - insbesondere in den Regionen -
ist mittel- und langfristig jedenfalls nicht gesichert. Spardruck,
Personalabbau, Eigentumskonzentration und vielfältige Kooperationen
vermindern die Leistungsfähigkeit und Eigenständigkeit von Redaktionen,
die täglich mit Interessenkonflikten zwischen betriebswirtschaftlichen
und publizistischen Zielsetzungen konfrontiert sind. Die kommerzielle
Presse ist daran, ihre privilegierte Stellung im Rahmen von politischer
Deutung, Meinungsbildung und Demokratie zu verlieren.

Durch die Krise bei der kommerziellen Presse und die fortschreitende
Digitalisierung ist auch der öffentliche Rundfunk mit seinem
alternativen Finanzierungsmodell unter Beschuss geraten. Die
Mitte-Rechts-Parteien - allen voran die SVP - verlangen von der SRG eine
„Schrumpfkur" und wollen verstärkt Einfluss auf die publizistischen
Aufträge nehmen. Medial unterstützt werden sie dabei vom Verlegerverband
VSM, d.h. von der Tamedia-, der NZZ- und der AZ-Mediengruppe, die
Kampagnenjournalismus in eigener Sache betreiben, sobald sich eine
Gelegenheit dazu bietet. Die aktuelle parlamentarische Debatte zur
Abschaffung der Radio und Fernsehempfangsgebühren (No-Billag-Initiative)
und damit zur Zerschlagung der SRG ist in dieser Hinsicht sehr
aufschlussreich. Der Ruf nach publizistischer Vielfalt wirkt allerdings
nicht überzeugend, wenn man bedenkt, dass die wenigen noch im Markt
verbliebenen Verlagshäuser die einzelnen Regionen und Kantone in den
vergangenen 20 Jahren multimedial unter sich aufgeteilt haben und
monopolähnliche Strukturen geniessen.

Analog zur Wirtschaftspolitik berücksichtigt die Medienpolitik in
erster Linie die Interessen der führenden Medienorganisationen. Daher
scheint es dringlich, die aktuelle SP-Medienpolitik (siehe nachfolgender
Kasten) zu debattieren und demokratiegerechte Medienstrukturen zu
stärken. Zwei kompetente Referenten werden uns dabei unterstützen. Wir
laden alle Mitglieder ein, sich an dieser Diskussion aktiv zu beteiligen
und freuen uns auf ihren Beitrag.

Werner A. Meier

 

 

Spitalversorgung für alle statt für wenige – auch in Zukunft

Portrait von Claudia Nielsen

Vor 5000 Jahren lebten schon Zürcherinnen und Zürcher dort, wo heute das Opernhaus steht, fischten, nähten, handelten, stritten und lachten. Die meisten starben, bevor sie 30 wurden. Heute dürfen Zürcherinnen und Zürcher damit rechnen, weitgehend gesund über 80 zu werden. Der grosse Sprung in der Lebenserwartung ist in den letzten hundert Jahren passiert.

Globale Bewegungs- und Niederlassungsfreiheit

Portrait von Linda Bär

Woher nehmen sich europäische Staaten das Recht, darüber zu befinden, wen und wie viele sie über ihre Grenzen lassen und wen sie ausschliessen? Ist ein solches Recht moralisch begründbar? Andreas Cassee geht in seinem Buch dieser Frage nach. Er stellt Fragen, die mich selbst immer wieder beschäftigen.

Achtung, Torpedo von rechts

Portait von Marco Denoth

Tataaa – und wieder ein scheinbarer Coup der Bürgerlichen (oder soll ich sagen Rechtskonservativen). In königlich-kaiserlichem Aufzug versammelten sich die Herren Präsidenten der SVP, FDP und CVP letzten Mittwoch, um zu verkünden wie fahrlässig die rot-grüne Regierung arbeite.

Diktatur der Minderheit

Portrait von Linda Bär

In den USA ist unlängst ein rassistischer, fremdenfeindlicher, sexistischer, homo- transphober, menschenverachtender Belästiger mit unvorstellbar viel Besitz, Geld und Macht zum Präsidenten gekürt worden. Man konnte sich dem nicht entziehen. Auch wenn die Bilder und Berichterstattungen vom „Women’s March“ einem Mut machen, bleibt es trotzdem dabei.

Ja zur neuen Schulanlage Pfingstweid

Portrait von Mark Richli

Die neue Schulanlage Pfingstweid wird den Schulraumbedarf im westlichen Industriequartier abdecken. Mit dem Abschluss verschiedener Bauvorhaben in Zürich-West (Hard Turm Park, Coop-Areal, Maag-Areal usw.) steigen die Bevölkerungszahl und auch die Zahl der Kinder im Escher-Wyss-Quartier weiter an.

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Transparenz Initiative

Positionspapier der SP Stadt Zürich

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