Neue Wohnsiedlung im Seefeld

Linda Bär

Der Gemeinderat hat am Mittwoch einem Objektkredit über 100,7 Millionen für die Erstellung einer neuen kommunalen Wohnsiedlung zugestimmt. Neben den 122 Wohnungen für rund 50 Millionen entsteht ein neuer Werkhof für Grünstadt Zürich, Kinderbetreuungseinrichtungen sowie diverse Gewerberäume, die flexibel nutzbar sind. Die Siedlung Hornbach kommt im Seefeld an der Bellerivstrasse zu liegen, vis-à-vis der Chinawiese.

Es ist ein Bauvorhaben, das auf die Realisierung des wohnpolitischen Grundsatzartikels unserer Gemeindeordnung abzielt. Dieser Artikel, der vom Volk mit 76% angenommen wurde, will, dass 1/3 aller Wohnungen in der Stadt Zürich zum Prinzip der Kostenmiete vergeben werden. Damit sichern wir bezahlbaren Wohnraum für alle. Was für die Bürgerlichen eine indirekte Subventionierung ist, ist für die Stadt Zürich ein Erfolgsrezept. Kostenmiete heisst nämlich, der Vermieter darf mit seinen Mieteinnahmen keine Renditen machen. So werden Wohnungen der irrsinnigen Spekulation auf dem Immobilienmarkt entzogen und wir können eine soziale Segregation wie in anderen Grossstädten verhindern.

Durch die Erstellung dieser kommunalen Wohnsiedlung werden mehr Familien ins Quartier kommen. Deshalb wird das Betreuungsangebot für Kinder ausgebaut und der heutige Pavillon ersetzt. 1/3 der Wohnungen werden subventioniert. Die Subventionierung läuft über die von der Gemeinde bewilligte „Wohnbauaktion 2011“. Daneben entstehen Gewerberäume für eine quartiernahe Nutzung.

Die Siedlung Hornbach ist ein Paradebeispiel für die konsequente Förderung der sozialen Durchmischung in allen Quartieren. Der SVP und FDP hingegen ist das ein Dorn im Auge. Ihnen wäre es am liebsten, im Seefeld wohnten nur die Schönen und Reichen. Für sie gehört eine gemeinnützige Wohnsiedlung nicht ins Seefeld, höchstens nach Seebach. Für die Mehrheit des Rates war klar, dass die Stadt Zürich in dieser Hinsicht Pionierarbeit leistet, in dem sie schon seit Jahren auf eine gute Durchmischung achtet und nun auch für den Kreis 8, wo es bisher nur 6% gemeinnützige Bauträger gibt, einen Meilenstein setzt.

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